Liebe ehrenamtlich Engagierte, liebe im und für das Ehrenamt tätige Kümmerer,

ein schwieriges Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Corona-Pandemie hat sich wie ein Schatten über alle gesellschaftlichen Bereiche gelegt. So auch im Ehrenamt. Viele Vorhaben waren gar nicht oder nicht in der geplanten Form umsetzbar. Manche Erwartung und Hoffnung hat sich zerschlagen. Und doch hat die Pandemie wie unter einem Brennglas einmal mehr gezeigt, wie wichtig und unersetzbar das Ehrenamt für unsere Gesellschaft ist; und auch, wie flexibel und effektiv die Zivilgesellschaft agiert.

Die etablierten Organisationen haben mit ihrer Erfahrung und ihrem Knowhow entscheidend zur Daseinsvorsorge in der Krise beigetragen. Vielerorts sind neue Initiativen und Projekte entstanden, um Menschen in Not zu helfen und Solidarität zu üben. Die Vielfalt und die Kreativität der Engagierten hat begeistert, war ansteckend und hat immer wieder Mut gemacht, auch wenn die Umstände alles andere als leicht waren. Denn so mancher Verein geriet durch die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen selbst in Existenznot.

Auch die Arbeit unserer Leitstelle war in diesem Jahr ganz von Corona geprägt. Quasi über Nacht wurden sämtliche Planungen auf den Kopf gestellt und alle Kräfte dafür gebündelt, das Ehrenamt in der Krise bestmöglich zu begleiten und zu unterstützen. Mit zielgerichteter Information, mit Beratungsangeboten, mit einem kurzfristig aufgelegten Förderprogramm für nachbarschaftliche Hilfen sowie nicht zuletzt einem Schutzschild für Vereine in Not standen unsere Aktivitäten ganz im Zeichen der Pandemie. Und es ist absehbar, dass das Virus auch weiterhin all unsere Energie beanspruchen wird. Denn was in der Krise unverzichtbar ist, ist es selbstverständlich auch danach: Wir brauchen eine starke Zivilgesellschaft.
 
Trotz aller Herausforderungen und Einschränkungen, die die Pandemie mit sich brachte, erinnern wir uns doch auch an schöne und bewegende Momente in diesem Jahr. Mit Abstand und mit Maske, und vielfach auch digital, gab es berührende Begegnungen, Austausch und Dialog mit Vereinen, Projekten und Initiativen. So hat uns die Ehrenamtsreise der Ministerpräsidentin in verschiedenen Orten des Landes gezeigt, wie auch unter schwierigen Bedingungen Ehrenamt und Menschlichkeit gelebt werden. Wir konnten dabei wichtige Hinweise und Wünsche aufnehmen und in unserer Arbeit berücksichtigen. Der Dank und die Anerkennung für das geleistete Engagement standen immer im Mittelpunkt, ebenso die Absicht, das Scheinwerferlicht auf die Menschen zu richten, die sich mit großer Hingabe für andere und das Gemeinwesen einbringen. So erinnern wir uns auch gern an unseren ersten „hybriden“ Ehrenamtstag in Gerolstein und sind sehr froh und dankbar, ein solches Event  in diesem Jahr „gestemmt“ zu haben. Auch die jüngst sattgefundene 13. Brückenpreisverleihung durch die Ministerpräsidentin konnte in einem digitalen Format vollzogen und damit die Preisträger angemessen gewürdigt werden. Wir alle haben viel dabei gelernt und erlebt, wie wichtig und chancenreich die Digitalisierung ist. Und dennoch hoffen wir sehr, dass wir im kommenden Jahr wieder bei vielen Gelegenheiten live und unmittelbar mit Engagierten und ihren Organisationen zusammenkommen können.
 
Bleiben wir also trotz aller Widrigkeiten optimistisch. Sicherlich wird uns die Pandemie auch in den kommenden Wochen und Monaten fordern. In dieser Situation möchten wir Ihnen versichern, dass die Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung Ihnen auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht und sie nach Kräften in Ihrem Engagement unterstützt.
 
Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihr Engagement, wünschen Ihnen und Ihren Familien ein friedliches, besinnliches Weihnachtsfest und, wenn auch im kleinsten Kreise, einen schönen Jahreswechsel und einen guten Start in das Jahr 2021!
 
Das Team der Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung