Ministerpräsidentin Malu Dreyer trifft Ehrenamt in Kaiserslautern

Ob Nachbarschafts- und Familienhilfen, ob Bürgerbusse oder Musikantenmuseum, all diese Initiativen und Projekte werden von ehrenamtlichem Engagement getragen. Bei der vierten Etappe ihrer „Im-Land-daheim“-Tour hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis und der Stadt Kaiserslautern getroffen.

„Mehr als 48 Prozent der Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen sind ehrenamtlich aktiv, darauf bin ich sehr stolz. Die Menschen in Kaiserslautern haben großen Anteil daran, dass Rheinland-Pfalz beim Ehrenamt deutschlandweiter Spitzenreiter ist“, betonte die Ministerpräsidentin. Für sie sei die Anerkennung und Unterstützung des Ehrenamtes ein Herzensanliegen. „Auf meiner Tour durch Rheinland-Pfalz möchte ich mich über ehrenamtliche Projekte informieren und den Engagierten danken. Mir ist es aber auch wichtig zu erfahren, wo vielleicht der Schuh drückt und wo Unterstützung notwendig ist“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die erste Station der Ministerpräsidentin war die Ortsgemeinde Kottweiler-Schwanden, wo sie an der Verteilaktion von Willkommenstaschen für US-Familien teilnahm. Um neu zugezogenen amerikanischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern das Einleben zu erleichtern, bekommen sie von ehrenamtlich engagierten Nachbarn viele nützliche Informationen über die Gemeinde nach Hause gebracht. „Die Verteilaktion ist eine hervorragende Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen und das deutsch-amerikanische Dorfleben zu stärken“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die zusammen mit den Ehrenamtlichen drei neu zugezogene Familien besuchte.

Danach informierte sich die Ministerpräsidentin über die Bürgerbus-Initiativen im Landkreis Kaiserslautern. Sie hatten sich zu einer Sternfahrt nach Mackenbach für ein Gespräch mit der Ministerpräsidentin zusammengefunden. Im Landkreis Kaiserslautern gibt es bereits acht Bürgerbusse, deren ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer mit ihrem Einsatz mehr Mobilität ermöglichen. „Gerade für ältere Menschen, die oftmals Schwierigkeiten haben, die nächstgelegene Haltestelle des ÖNPV zu erreichen, ist das ein wichtiges Angebot. Das Land unterstützte daher sehr gerne jedes Bürgerbusprojekt mit 8.500 Euro“, sagte die Ministerpräsidentin.

Auch im Kulturbereich ist das Ehrenamt unverzichtbar. Beim anschließenden Besuch des Westpfälzer Musikantenmuseums bekam die Ministerpräsidentin einen Einblick in das Leben und die Arbeitsstätten der Westpfälzer Musikanten, die von der Westpfalz aus in die ganze Welt zogen. Das ehrenamtlich aufgebaute und geleitete Museum ist zugleich ein wichtiger, generationenübergreifender Treffpunkt.

Auf dem Programm stand außerdem eine Initiative, die junge Familien unterstützt: „Ella“, der Elternladen des SOS-Familienhilfezentrums in Kaiserslautern, ist Anlaufstelle für Schwangere sowie Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren. Der Elternladen wirkt mit Eltern-Kind-Cafés, Sprachkursen oder offenen Spielangeboten als Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen.

Beim anschließenden Besuch des Fördervereins „Mama/Papa hat Krebs Kaiserslautern e.V.“ betonte die Ministerpräsidentin die Bedeutung der psychosozialen Krebsberatung, die ihr besonders am Herzen liege. „Daher freut es mich, dass in Rheinland-Pfalz die Arbeit der Beratungsstellen mit rund 197.000 Euro jährlich vom Land unterstützt werden kann.“ Der Verein kümmert sich speziell um Kinder und Jugendliche, deren Leben durch die Krebsdiagnose eines Elternteils aus den Fugen geraten ist.

Abschluss der „Im Land daheim“-Tour in Kaiserslautern war ein Bürgergespräch, zu deminteressierte Ehrenamtliche eingeladen waren. Sie konnten der Ministerpräsidentin Fragen stellen und mit ihr über ihre Anliegen diskutieren. „Ich bin sehr beeindruckt von dem Engagement, das ich heute in den unterschiedlichsten Bereichen erleben durfte. Sie alle verbindet, dass Sie Verantwortung übernehmen und für gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Das ehrenamtliche Engagement sei keine Selbstverständlichkeit und die geleistete Arbeit mit Geld nicht aufzuwiegen. „Ich möchte den Vereinen, Initiativen und Projekten in unserem Land bestmögliche Unterstützung bieten. Deshalb entwickeln wir die Ehrenamtsförderung der Landesregierung kontinuierlich weiter. Dafür sind das Gespräch und der Austausch mit den engagierten Menschen unverzichtbar“, so die Ministerpräsidentin.

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