Verbandsgemeinde Meisenheim führt als 116. Kommune Ehrenamtskarte ein

Die Ständige Vertreterin des Chefs der Staatskanzlei, Ministerialdirektorin Inge Degen, hat in Meisenheim mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Dietmar Kron, die Kooperationsvereinbarung für die Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte unterschrieben. Meisenheim ist die 116. Kommune, die sich an dem Projekt beteiligt. „Der Landesregierung ist bewusst, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für unsere Gesellschaft ist. Ohne diesen freiwilligen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger würde unser soziales, kulturelles, aber auch unser politisches Zusammenleben nicht so gut funktionieren“, sagte die Ständige Vertreterin des Chefs der Staatskanzlei.

Sie zeigte sich sehr stolz, dass Rheinland-Pfalz mit fast 50 Prozent ehrenamtlich engagierter Bürgerinnen und Bürger bundesweit den Spitzenplatz belege. „Bürgerschaftliches Engagement ist ein wichtiger Faktor für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer daher ein Herzensanliegen, die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt gut zu gestalten. Deshalb hat die Ministerpräsidentin die landesweite Ehrenamtskarte ins Leben gerufen und die Kommunen im Land eingeladen, auf freiwilliger Basis mitzumachen. Damit wollen wir den Ehrenamtlichen für ihr Engagement danken und ihnen Anerkennung dafür zeigen, dass sie in unserem Land tagtäglich in hohem Maße Verantwortung für Andere und das Gemeinwohl übernehmen.“ In diesem Jahr sei die Altersgrenze für die Ehrenamtskarte von 16 auf 14 Jahre gesenkt worden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer wolle damit das Engagement von jungen Menschen stärker würdigen und fördern, sie anspornen, sich weiterhin zu engagieren, und sie für ein Ehrenamt begeistern.

Alle großen Städte, viele Verbandsgemeinden und schon sechs komplette Landkreise beteiligen sich an der Ehrenamtskarte. „Je mehr Städte und Gemeinden mitmachen, desto mehr Vergünstigungen können landesweit angeboten werden. Somit wird die Karte immer attraktiver“, sagte die Ständige Vertreterin des Chefs der Staatskanzlei. Mit den heute neu hinzukommenden Vergünstigungen sei die Liste auf rund 540 Positionen angewachsen. Insgesamt sei die Ehrenamtskarte ein echtes Erfolgsmodell. „Und wir hoffen natürlich, dass noch viele weitere Kommunen die Ehrenamtskarte einführen werden“, so Ministerialdirektorin Inge Degen. Sie wünschte allen ehrenamtlich Engagierten in der Verbandsgemeinde Meisenheim viel Freude bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit und der Nutzung der Ehrenamtskarte.

Bürgermeister Dietmar Kron: „Wir brauchen das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger, gerade in ländlich geprägten Regionen tragen diese mit Kreativität und Eigeninitiative zur örtlichen Entwicklung und zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei. Die ehrenamtliche Arbeit, ob exemplarisch  in kommunaler Feuerwehr, der Flüchtlingsintegration oder auch örtlicher Kulturarbeit, sind nicht nur in hohem Maße solidaritätsstiftend, sondern auch gerade mit Verweis auf die demografische Entwicklung ländlicher Regionen identitätsstiftend. Deshalb wollen wir mit der Einführung der Ehrenamtskarte ein Ausrufezeichen setzen, dass das Ehrenamt nicht nur unverzichtbar, sondern auch ein unbezahlbarer Schatz ist!“

Die Ehrenamtskarte kann erhalten, wer mindestens 14 Jahre alt ist und sich in einer der teilnehmenden Kommunen durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche, beziehungsweise 250 Stunden jährlich ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung bekommt.