Verbandsgemeinde Nieder-Olm führt als 107. Kommune Ehrenamtskarte ein

Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Hoch, hat in Nieder-Olm mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Ralph Spiegler, die Kooperationsvereinbarung für die Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte unterschrieben. Die Verbandsgemeinde ist die 107. Kommune, die sich an dem Projekt beteiligt. „Bürgerschaftliches Engagement ist ein wichtiger Faktor für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es hält unser Zusammenleben lebendig und kreativ“, sagte der Chef der Staatskanzlei.

Er zeigte sich sehr stolz, dass Rheinland-Pfalz mit fast 50 Prozent ehrenamtlich engagierter Bürgerinnen und Bürger bundesweit den Spitzenplatz belege. „Die Landesregierung ist sich bewusst, dass viele gesellschaftliche Aufgaben und Herausforderungen ohne engagierte Bürgerinnen und Bürger nicht bewältigt werden könnten. Es ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer daher ein Herzensanliegen, die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt gut zu gestalten. Deshalb hat die Ministerpräsidentin die landesweite Ehrenamtskarte ins Leben gerufen und die Kommunen im Land eingeladen, auf freiwilliger Basis mitzumachen. Damit wollen wir den Ehrenamtlichen für ihr Engagement danken und ihnen die verdiente Anerkennung zukommen lassen.“ Im Februar erst sei die Altersgrenze für die Ehrenamtskarte von 16 auf 14 Jahre gesenkt worden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer wolle damit das Engagement von jungen Menschen stärker würdigen und fördern, sie anspornen, sich weiterhin zu engagieren oder sie für ein Ehrenamt begeistern.

Alle großen Städte, viele mittlere und kleine Kommunen und schon sechs komplette Landkreise beteiligten sich an dem Projekt. „Je mehr Städte und Gemeinden mitmachen, desto mehr Vergünstigungen können landesweit angeboten werden“, so der Chef der Staatskanzlei. Mit den heute neu hinzu kommenden Vergünstigungen sei die Liste auf rund 490 Positionen angewachsen. Insgesamt sei die Ehrenamtskarte ein echtes Erfolgsmodell. „Und wir hoffen natürlich, dass noch viele weitere Kommunen die Ehrenamtskarte einführen werden“, sagte Staatssekretär Clemens Hoch. Er wünschte allen ehrenamtlich Engagierten in der Verbandsgemeinde viel Freude bei der Nutzung der Ehrenamtskarte.

Für Bürgermeister Ralph Spiegler ist die Einführung der Ehrenamtskarte in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm ein wichtiges Zeichen zur Anerkennung des breit gefächerten ehrenamtlichen Engagements. „Das, was die Menschen hier zugunsten der Gemeinschaft leisten, ist außergewöhnlich", so Spiegler. Ohne die großartige Unterstützung durch die unzähligen Freiwilligen sei Vieles in der jetzigen Form gar nicht leistbar. „Mit der Einführung der Ehrenamtskarte möchten wir unseren Dank zum Ausdruck bringen und den Menschen etwas zurückgeben."

Die Ehrenamtskarte kann erhalten, wer mindestens 14 Jahre alt ist und sich in einer der teilnehmenden Kommunen durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche, beziehungsweise 250 Stunden jährlich ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Entschädigung bekommt. Die Inhaberinnen und Inhaber der Karte können dann landesweit alle Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Die Karte wird von der Staatskanzlei ausgestellt und ist auf zwei Jahre befristet und kann danach erneut beantragt werden. Das Land stellt ebenfalls Vergünstigungen durch landeseigene Einrichtungen und Sonderaktionen.