Förderangebot "Engagierte Kommune"

Engagierte Kommune Rheinland-Pfalz
© Staatskanzlei RLP / Ulrike Speyer

Rheinland-Pfalz ist Ehrenamtsland. Die meisten Bürgerinnen und Bürger engagieren sich lokal in der eigenen Gemeinde. Hier sind sie zu Hause, hier tragen sie zu einem lebendigen Gemeinwesen bei und stärken den Zusammenhalt vor Ort. Dieses zivilgesellschaftliche Engagement ist ein wichtiger Beitrag für eine lebendige Demokratie. Aber es ist kein Selbstläufer. Es braucht und fordert zu Recht hauptamtliche Unterstützung.

Es ist daher eine wesentliche Zukunftsaufgabe von Land und Kommune, ehrenamtliches Engagement zu fördern und unterstützende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Hier setzt das Angebot „Engagierte Kommune“ an. Es richtet sich an kreisfreie und kreisangehörige Städte, verbandsfreie Gemeinden, Verbandsgemeinden und seit 2023 erstmals auch an Landkreise in Rheinland-Pfalz. Diese bilden sog. kommunale Teams, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Kommune, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Die Teams werden auf Landesebene geschult und qualifiziert mit dem Ziel, das freiwillige Engagement vor Ort zu stärken und weiterzuentwickeln. Die Kommunen bzw. ihre kommunalen Teams werden von der Landesleitstelle Ehrenamt und Demokratie begleitet und qualifiziert, um eigene und passgenaue Ideen für das bürgerschaftliche Engagement vor Ort zu entwickeln und diese in einem fortlaufenden Prozess anzupassen. 

Anfang 2024 haben sich sieben Kommunen auf den Weg gemacht, „Engagierte Kommune“ zu werden. Seitdem haben sie viel bewegt und blicken nun auf bereits umgesetzte Projekte, die sich sehen lassen können: Neu geschaffen wurden etwa hauptamtliche Stellen für die Belange von ehrenamtlich Engagierten, Vereinsdatenbanken wurden angelegt, Vereinsnewsletter herausgegeben, Padlets für den digitalen Informationsaustausch installiert, Ehrenamtskampagnen durchgeführt und Vereinekonferenzen mit bis zu 100 Teilnehmenden angeboten. In Vorbereitung sind weitere Angebote, die das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger unterstützen und die jeweiligen Engagementstrukturen weiterentwickeln.

Zu Beginn des Jahres 2025 gingen weitere sieben Kommunen an den Start. Damit nehmen aktuell insgesamt 14 Kommunen am landesweiten Förderangebot „Engagierte Kommune“ teil. Im Einzelnen sind dies die Landkreise Südwestpfalz und Alzey-Worms, die Gemeinde Haßloch, die Stadt Alzey und die Verbandsgemeinden Rhein-Selz, Asbach, Hachenburg, Kaisersesch, Otterbach-Otterberg, Altenkirchen-Flammersfeld, Hamm (Sieg), Kirner Land, Nieder-Olm und Puderbach. 

Insgesamt profitieren mehr als 530.000 Bürgerinnen und Bürger von der Engagementpolitik dieser 14 Kommunen.

Ziel der „Engagierten Kommune“ ist es, das freiwillige Engagement in den Kommunen zu stärken. Kommunen sollen begleitet und qualifiziert werden, eigene Ideen für gemeinwohlorientiertes Handeln zu entwickeln und zu realisieren – in Zusammenarbeit und auf Augenhöhe mit der Zivilgesellschaft und den örtlichen Unternehmen. Individuelle Konzepte für neues Engagement sollen entwickelt und bestehendes Engagement nachhaltig gefördert und vernetzt werden.

Das Angebot „Engagierte Kommune“ richtet sich an kreisfreie und kreisangehörige Städte, verbandsfreie Gemeinden, Verbandsgemeinden und ab 2023 erstmals auch an Landkreise in Rheinland-Pfalz.

Teilnehmende Kommunen können im zweiten Projektjahr eine Zuwendung in Höhe von max. 5.000 Euro bei der Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung beantragen.

Zu Beginn der Projektphase benennt die Verwaltung ein sog. Kommunales Team von mindestens drei Personen. Es soll aus den Bereichen der Kommunalverwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft gebildet werden. Das Kommunale Team nimmt zunächst an regelmäßigen Fortbildungsangeboten teil, die thematisch die vielfältigen Unterstützungsmöglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement aufzuzeigen. Im Anschluss daran soll das Kommunale Team eine Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung ihrer Engagementpolitik machen und eine künftige – für die eigene Kommune passgenaue – Engagementstrategie entwickeln.

Hier finden Sie weitere Informationen und das Bewerbungsformular:

Die Landesleitstelle Ehrenamt und Demokratie bietet Städten und Gemeinden weitere Formate der Ehrenamtsförderung- und anerkennung an. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

Kontakt

Antoinette Malkewitz
Telefon 06131 16-5854

Sebastian Langguth
Telefon 06131 16-5055

E-Mail: leitstelle@stk.rlp.de

Peter-Altmeier-Allee 1
55116 Mainz