Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0
© Staatskanzlei RLP / Schäfer

„Das Ehrenamt hat einen großen Stellenwert in unserem Bundesland. Es ist eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts und unverzichtbar für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Unser Land gehört seit Jahren zu den Bundesländern mit der höchsten Engagementquote. Die Digitalisierung bietet große Chancen, dieses Engagement noch besser zu unterstützen. Einfach zu verwendende Apps und Softwareanwendungen können die Verwaltungsarbeit in Vereinen erheblich reduzieren, sodass die Ehrenamtlichen mehr Zeit für ihre aktive Arbeit haben. Weil ehrenamtliche Arbeit heutzutage immer wieder mit digitalen Herausforderungen konfrontiert wird, unterstützen wir Vereine bei der Digitalisierung. Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck – sie dient den Menschen, nicht umgekehrt", sagte Ministerpräsident Alexander Schweitzer bei der diesjährigen Verleihung des Ideenwettbewerbs Ehrenamt 4.0.
Der Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 präsentiert und prämiert innovative und kreative Ideen aus ganz Rheinland-Pfalz. Die Landesregierung möchte so die Weiterentwicklung der Projekte unterstützen, die kreativen Köpfe dahinter fördern und sie als Vorbild für neue Projekte hervorheben. Bereits zum neunten Mal fand der Wettbewerb statt. Ausgezeichnet und prämiert werden dabei ehrenamtliche Projekte, die digital oder mit digitaler Unterstützung umgesetzt werden. In diesem Jahr gingen insgesamt 57 Bewerbungen ein. Eine sechsköpfige Jury wählte die vielversprechendsten zehn Projekte aus. Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro.
Der Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 ist Teil des Projekts „Digital in die Zukunft“. Dieses wurde durch die Landesregierung 2021 initiiert mit dem Ziel Vereine, Organisationen und Projekte auf ihrem Weg in die digitale Zukunft zu unterstützen. Das übergeordnete Ziel ist es dabei, die Arbeit im Ehrenamt zu erleichtern und zu modernisieren. Zum Projekt gehören außer dem Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 auch die Bausteine: Online-Fortbildung zu aktuellen Vereinsthemen, ein digitaler Werkzeugkasten, der begleitet wird durch Online-Schulungen, der Austausch guter Beispiele aus der Praxis sowie die Vernetzung, ein regionales Fortbildungs- und Technik-Verleihsystem und nach Bedarf zusätzliche Angebote für Verbände und Kommunen.
„Wie Digitalisierung im Ehrenamt gelingen kann, zeigen die Projekte unserer diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger: Ob bei einer Webpräsenz, um KI Potenziale für das Ehrenamt zu verstehen und zu nutzen, dem digitalen Belegungsplan eines jüdischen Friedhofs, der digitalen Verfügbarmachung alter Filme und Fotos, Seniorinnen und Senioren, die von Schülerinnen und Schülern digitale Anwendungen auf ihrem Smartphone erlernen, oder ein Sportverein, der mit seinem Digitalprojekt gezielt auf die Zukunft des Ehrenamts blickt: jung, digital, kreativ. Die Projekte zeigen, wie engagierte Menschen Gemeinsinn ganz konkret leben und dabei digitale Chancen kreativ nutzen", betonte Ministerpräsident Alexander Schweitzer.
„Digitale Anwendungen helfen im Ehrenamt, sich orts- und zeitunabhängig miteinander zu vernetzen. Diese Flexibilität kann neue Zugänge zum freiwilligen Engagement schaffen – gerade für junge Menschen, wenn sie studien- oder berufsbedingt nicht am selben Ort sind. Das Ehrenamt lebt von der direkten Begegnung und dem Austausch zwischen den Menschen – das soll und wird auch in Zukunft so bleiben. Digitale Anwendungen können das Ehrenamt unterstützen, ergänzen und neue Kommunikationswege eröffnen. Allen engagierten Projekten und Organisationen, auch denjenigen, die heute nicht ausgezeichnet werden, danke ich ganz herzlich für ihre Bewerbung und besonders für ihre Arbeit vor Ort", so der Ministerpräsident.
Preisträgerinnen und Preisträger:
I. Förderverein Freiherr-vom-Stein Realschule+ Nentershausen
Projekt: Webpräsenz: Verwailtung.de – KI-Potenziale für das Ehrenamt verstehen und nutzen
Viele Vereine empfinden artifizielle Intelligenz (AI) als komplexe Hürde. Die Initiative möchte hier ansetzen: Hemmschwellen abbauen und praxisnah aufzeigen, wie digitale Werkzeuge die ehrenamtliche Arbeit bereichern und zukunftsfähig machen. Die Webplattform www.verwailtung.de soll als zentraler Anlaufpunkt für alle ehrenamtlichen Initiativen, die die Potenziale von AI oder KI entdecken möchten, dienen. Dabei werden drei Kernziele verfolgt:
- Praxisbeispiele: Dokumentation und Transparenz eigener Anwendungsfälle von KI in der Vereinsarbeit. Diese konkreten Beispiele, wie die Bildgenerierung für Veranstaltungen, sollen inspirieren und zur Nachahmung anregen.
- Wissensnetzwerk: Die Webseite ist eine kollaborative Plattform, die andere Vereine einlädt, ihre Ideen und digitalen Erfahrungen zu teilen. So ist sie bei dem Umgang mit Social Media beispielgebend.
- Stärkung des digitalen Profils der Realschule plus Nentershausen, als eine von 18 digitalen Schulen in Rheinland-Pfalz.
Durch das Angebot verwailtung.de werden nicht nur klare digitale Akzente gesetzt, sondern es schafft durch seinen partizipativen Charakter einen nachhaltigen Mehrwert für das Ehrenamt in Rheinland-Pfalz. Das Projekt würde den Zugang zu modernen, digitalen Lösungen erleichtern und so aktiv zur Zukunftsfähigkeit der ehrenamtlichen Vereinsarbeit beitragen.
II. Richarda Eich und Dr. Robert Danziger
Projekt: Digitaler Belegungsplan des Jüdischen Friedhofs Grünstadt
Mit Hilfe von GPS haben fünf Ehrenamtliche unter der technischen Leitung von Dr. Robert Danziger und einer Idee von Richarda Eich ca. 450 Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Grünstadt erfasst, fotografiert und einen digitalen Belegungsplan des Friedhofs erstellt.
III. Heimatverein Hatzenbühl e.V.
Projekt: Hatzenbühl damals&digital
Im Zentrum steht die WhatsApp-Gruppe „Hatzenbühl damals&digital“ engagierter Bürgerinnen und Bürger, die gemeinsam alte Filme (16mm, 8mm, Super8, VHS), Dias und Fotos sichten, analysieren und Personen oder Situationen identifizieren. Das Wissen der Gruppe – meist Zeitzeugen oder lokal Verbundene – fließt in die digitale Bearbeitung ein.
IV. Lebenshilfe Cochem-Zell e.V.
Projekt: „Unser Leben in unserem Fokus – Bewohner*innen gestalten Social Media“
Das Projekt „Unser Leben in unserem Fokus“ stärkt die Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in den besonderen Wohnformen. Bewohner und Bewohnerinnen dokumentieren mit einfachen Mitteln – Smartphone, Tablet oder Einmalkamera – ihren Alltag, besondere Momente und persönliche Eindrücke. Begleitet werden sie von einer professionellen Fotografin, die die Bilder dezent nachbearbeitet (z.B. Bildausschnitt, Kontrast, Schwarz-Weiß-Umwandlung), ohne die Motive zu verfälschen. Die Fotos werden anschließend in den Social-Media-Kanälen der Lebenshilfe Cochem-Zell veröffentlicht und – wenn gewünscht – mit einem Portrait sowie einer Beschreibung der Bewohnerinnen versehen. So entstehen authentische Einblicke in das Leben von Menschen mit Beeinträchtigungen, die Vorurteile abbauen, gesellschaftliche Distanz verringern und neue Begegnungen ermöglichen. Ergänzend sind Ausstellungen und begleitende Öffentlichkeitsarbeit geplant.
https://www.lebenshilfe-cochem-zell.de/
V. Seniorenbeauftragter der Verbandsgemeinde Konz
Projekt: Digitale Helden
Seit mittlerweile drei Jahren werden auf Initiative des Seniorenbeauftragten der VG Konz - in Zusammenarbeit mit der Realschule plus und einem pädagogisch begleitenden Lehrer - jährlich an ca. 10 Nachmittagen Seniorinnen und Senioren der Verbandsgemeinde von Schülerinnen und Schülern der jeweiligen Abschlussklassen 10a oder 9a mit der Handhabung und Nutzung ihres Smartphons vertraut gemacht. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum bereits mehr als 100 ältere Menschen im Rahmen einer 1:1 Betreuung zu "Digitalen Helden". Es werden keinerlei Vorkenntnisse von den Teilnehmenden erwartet. Oft wird mit der Einrichtung von deren Geräten begonnen und auf Wunsch gemeinsam eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet. Des Weiteren: informieren über die erforderlichen Sicherheiten bei der Festlegung von Passwörtern und gemeinsames installieren sinnvoller Apps (u.a. KAT-WARN oder NINA), zeigen, wie man Fotos macht, und Möglichkeiten der Zugänge zu den sozialen Medien, Internet, Google, WhatsApp, QR-Scanner etc. erklären, Installieren eines Kalenders. Das Projekt ist mittlerweile auch über die VG-Grenzen hinaus bekannt. Besonders freuen sich die Seniorinnen und Senioren z. B. auch darüber, zukünftig nicht nur mit den teilweise weit entfernt wohnenden Kindern und Enkeln telefonieren zu können, sondern diese auch per Videotelefonat sehen zu können.
VI. SV 1919 Lemberg e.V.
Projekt: Flach spielen, digital gewinnen
Der SV 1919 Lemberg e.V. setzt mit seinem Digitalprojekt gezielt auf die Zukunft des Ehrenamts: jung, digital und kreativ. Im Fokus steht die aktive Beteiligung junger Menschen an der medialen Darstellung und Weiterentwicklung des Vereinslebens. Mit der Anschaffung einer Creator-Kamera (DJI Osmo Pocket 3) und dem Aufbau eines Jugendmedienteams wurden neue Beteiligungsformate eröffnet, in denen Jugendliche Inhalte selbst produzieren, gestalten und veröffentlichen. Durch Formate wie „Jugendliche zeigen ihren Verein“, Event-Recaps oder Behind-the-Scenes-Einblicke wird das Engagement im Verein sichtbar gemacht – aus der Perspektive der Jugendlichen selbst. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Digitalisierungsprozesses im Verein. Er arbeitet inzwischen vollständig papierlos, verfügt über ein Online-Platzbelegungssystem, eine digitale Mitgliederverwaltung, eine smarte, App-gesteuerte Rasenbewässerung und einen modernen Social-Media-Auftritt. Ziel ist die Stärkung von jungem Engagement durch digitale Werkzeuge und attraktive Mitmachformate. So will der Verein nicht nur bestehende Mitglieder aktivieren, sondern auch neue gewinnen – besonders junge Menschen, die sich auf Augenhöhe in moderne Vereinsarbeit einbringen möchten“.
VII. Häcker 60Plus - Ehrenamtsinitiative: Ich bin dabei
Projekt: WIR FÜR SIE
Die Häcker 60Plus ist eine Ehrenamtsgruppe, welche sich um die digitalen Probleme der Mitbürgerinnen und Mitbürger kümmert. Sei es Handy, Tablet, Notebook und oder PC, etc. Die Aktiven kümmern sich darum, dass alle sich mit ihren Geräten ordnungsgemäß auskennen und umgehen können. Ziel ist es, jeder und jedem bei einem Problem im Umgang mit digitaler Technik wie Computer & Co. zu helfen. Jeden zweiten und vierten Freitag im Monat, von 10 Uhr bis 12 Uhr kann man zu den Häckern 60Plus kommen. Zusätzlich ist eine Hotline geschaltet von 10 Uhr bis 17 Uhr. Seit 2021 werden zudem ausgediente Notebooks/Laptops entgegengenommen und diese, sofern möglich, mit einer neuen, modernen SSD-Festplatte, einem neuen Betriebssystem Windows 11 und einem Office-Programm ausgestattet und an Bedürftige und/oder Flüchtlinge/Asylsuchende verschenkt.
VIII. Dorfgemeinschaft Bottenbach e.V.
Projekt: Digitaler Audiowalk mittels QR-Codes entlang des neu gestalteten Naturerlebnispfades Lambachtal zum Abruf von kurzweiligen Geschichten, welche von Bottenbacher Bürgerinnen und Bürger (Zeitzeugen) im Pfälzer Dialekt gesprochen werden
Der „Wanderweg 1" in Bottenbach wurde im Rahmen des Projekts zum Naturerlebnispfad Lambachtal umgestaltet und mit einem digitalen Audiowalk aufgewertet. Der ursprüngliche Wanderweg besteht seit vielen Jahren und verläuft ausschließlich über Wirtschaftswege und Pfade im Eigentum der Ortsgemeinde. Er hat ein großes Potential. Es handelt sich um einen Rundweg von einer Länge 6,5 km. Die Aufwertung besteht neben der Ausbesserung des Weges im Wesentlichen aus zwei Säulen: einem Audiowalk sowie der Darstellung und Erläuterung des Naturerlebnispfades Lambachtal mit passenden Informationen auf der Homepage des Fördervereins Dorfgemeinschaft.
An derzeit zehn markanten Punkten werden Informationstafeln für Wanderer und Naturfreunde mit Themen passend zum Standort errichtet. Über QR-Code auf den Informationstafeln sind Audiodateien mit kurzweiligen Geschichten zum jeweiligen Standort abrufbar. Die Texte wurden von Bottenbacher Zeitzeugen im „Bottenbacher Dialekt“ gesprochen.
Die Homepage des Fördervereins wurde um spannende Informationen zur Region und anderen touristischen Highlights erweitert und mit Tourismushomepage der VG Pirmasens-Land verlinkt.
IX. Turnverein 1846 Oppenheim e.V.
Projekt: Zukunft Verein(t): Digitalisierung & Ehrenamtsentlastung im TV 1846 Oppenheim e.V.
Der traditionsreiche Turnverein 1846 Oppenheim e.V. zählt über 1.500 Mitglieder, zehn Abteilungen und fast 80 Sportgruppen. Wie andere steht auch der Verein durch sich ändernde Gesellschaftsstrukturen, Einstellung zum Ehrenamt und gleichzeitig wachsende Anforderungen an den rein ehrenamtlich geführten Verein vor großen Herausforderungen. Mit dem Projekt „Zukunft Verein(t)“ setzt er auf einen Doppelansatz: Zum einen unterstützt ein Coaching durch Klubtalent dabei, bestehende Strukturen zu reflektieren, zu entlasten und weiterzuentwickeln. Zum anderen wird die Vereinsverwaltung konsequent digitalisiert. Dies geschieht durch die Einführung der Software campai mit Modulen für Mitgliederverwaltung, Finanzen, Kurs- und Hallenplanung, Veranstaltungsmanagement, Übungsleiter-Datenbank, Abrechnung, Auswertungen und Vereins-App. Ziel ist es, Ehrenamtliche spürbar zu entlasten, durch Effizienzsteigerung und Transparenz mehr Zeit für zukunftsorientierte und strategische Vereinsarbeit und sowie Ideen zu schaffen und zugleich den familiären Vereinscharakter trotz Größe des Vereins zu erhalten.
Turnverein 1846 Oppenheim e.V.
X. Mainzer Mitgliederladen / SoNaKo Mainz e.V.
Projekt: Kassen-App des Mainzer Mitgliederladens
Der Mainzer Mitgliederladen bietet Lebensmittel und Verbrauchsgüter, die fair und ökologisch produziert sind, wenn möglich aus der Region stammen und zum großen Teil unverpackt angeboten werden. Träger des Mainzer Mitgliederladens ist der Verein SoNaKo Mainz e.V. „SoNaKo“ steht für „Solidarisch Nachhaltig Konsumieren“. Die Vereinsmitglieder bezahlen monatlich einen festen Beitrag, um die Fixkosten des Ladens zu decken, wie Ladenmiete und Lohnkosten. Durch dieses Konzept trägt sich der Laden unabhängig vom Umsatz und kann die Waren fast zum Einkaufspreis an seine Mitglieder weitergeben. Die Mitglieder gestalten den Laden aktiv mit, beispielsweise bei der Zusammenstellung des Sortiments. Transparenz und Mitbestimmung werden großgeschrieben, wichtige Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen. Der Einkauf erfolgt bargeldlos. Hierzu hat jedes Mitglied ein internes Guthabenkonto. In der Startphase des Projekts zwischen 2020 und 2024 wurden die Einkäufe der Mitglieder auf Papierzettel geschrieben und später händisch in ein selbst geschriebenes Excel-Programm eingegeben. Diese Arbeit war sehr zeitintensiv und fehleranfällig. Es mangelte an Transparenz. Die Mitglieder konnten den Stand ihres Guthabenkontos nur vor Ort im Laden abfragen, nicht von außerhalb. Um diesen Missständen zu begegnen, wurde eine innovative App entwickelt.
Zum Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0
2017 wurde der Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 ins Leben gerufen. Mit der Auszeichnung durch Ministerpräsident Alexander Schweitzer sollen Organisationen, Initiativen und innovative Projekte sichtbar gemacht werden, die in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlichen Engagements digitale Akzente setzen und kreative Ansätze erproben. Bis zu zehn Projekte werden mit einem Preisgeld von jeweils 1.000 Euro prämiert. Weiterhin wird über jedes Projekt ein ca. dreiminütiger Imagefilm gedreht, der während der Preisverleihung erstmalig gezeigt und den Preistragenden im Anschluss daran zur Verfügung gestellt wird.
Welche Ideen sind gefragt?
Gesucht werden Organisationen, Initiativen und innovative Projekte, die ehrenamtlich getragen sind und digital oder mit digitaler Unterstützung neue Wege beschreiten.
Dabei können ganz unterschiedliche Ideen und Ansätze im Mittelpunkt stehen. Dies kann die Nutzung digitaler Tools für die Vereinsverwaltung und das Vereinsmanagement sein, innovative digitale Lösungen für die Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsgewinnung, digitale Fortbildungsformate, eine selbst entwickelte App oder die Mitarbeit an einer Online-Enzyklopädie.
Angesprochen sind sämtliche Bereiche des ehrenamtlichen und freiwilligen Engagements vom Sport, über die Kultur, das Soziale, den Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, die Traditions- und Heimatpflege oder die Flüchtlingshilfe. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Verein, eine Stiftung, ein Verband, eine kleine Initiative oder ein Projekt hinter dem Engagement stehen.
Entscheidend ist dabei auch nicht, wie aufwendig und wie technisch anspruchsvoll eine Idee ist. Wichtig ist, dass der gewählte digitale Ansatz zur Lösung aktueller Herausforderungen und zur Zukunftsfähigkeit ihres ehrenamtlichen Engagements beiträgt.
Wie dies umgesetzt werden kann, zeigen auch gute Beispiele der Preisträger aus vorherigen Jahren. Die prämierten Projekte finden Sie unter “Beispiele guter Praxis”.
Jury
Die eingehenden Bewerbungen werden durch eine unabhängige Jury bewertet.
Der Jury gehören an:
- Dr. Denis Alt, Staatssekretär, Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung
- Sumaya Bohmerich, Freiwilligenagentur FEE Westerwald, KISS Mainz & WeKISS, Paritätischer Wohlfahrtsverband RLP/Saarland e.V.
- Dr. Oliver Kemmann, Innovationsberater bei kemmann cnsulting UG
- Christian Köllmer, Medienanstalt Rheinland-Pfalz, Bildungszentrum Bürgermedien
- Peter Stey, United Nackenheim, Digitalbotschafter und Preisträger des Ideenwettbewerbs Ehrenamt 4.0
- Dr. Vera Spitzer, Senior Researcher für E-Government an der Universität Koblenz
Kontakt
Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
Leitstelle Ehrenamt und Bürgerbeteiligung
Peter-Altmeier-Allee 1
55116 Mainz
E-Mail: Leitstelle(at)stk.rlp.de
Dr. Bernadette Schnorr
Telefon 06131 16-5841
Sabine Krimmel
Telefon 06131 16-5058
Preisverleihung am 17. Januar 2026
© Staatskanzlei RLP / Schäfer

Bilder der Preisverleihung finden Sie in unserer Galerie.



