Jugend-Engagement-Wettbewerb 2025/2026
Ministerpräsident Schweitzer: Junge Menschen mischen sich ein und machen ihre Ideen sichtbar - davon lebt unsere Demokratie
© Staatskanzlei RLP / Schäfer

Zum zwölften Mal wurden in diesem Jahr die Preise des Jugend-Engagement-Wettbewerbs verliehen. „Mit dem Motto: ‚Sich einmischen – was bewegen‘ sind junge Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Geschichten und Ideen sichtbar und davon lebt unsere Demokratie. Ich wünsche mir, dass Euer Engagement, Eure Kreativität und Euer Optimismus der Gesellschaft Mut macht“, sagte Ministerpräsident Alexander Schweitzer anlässlich der Preisverleihung in der Staatskanzlei.
„Ich bin sehr beeindruckt vom Ideenreichtum der Projekte. Sie zeigen, wie Engagement im Ehrenamt bei wichtigen und aktuellen Themen wie Vielfalt, Toleranz und Respekt, Generationengerechtigkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Partizipation und gesellschaftliche Teilhabe, Mobilität und Verkehr, Gesundheit sowie Internet und Handy und das Leben und Lernen in der Schule gelingen kann“, lobte der Ministerpräsident die Preisträgerinnen und Preisträger.
Der jährliche Wettbewerb soll Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von bis zu 27 Jahren durch unkomplizierte finanzielle Unterstützung helfen, eigene Projekte vor Ort zu realisieren. Im Rahmen der aktuellen Wettbewerbsrunde werden 30 Projekte aus ganz Rheinland-Pfalz mit jeweils 500 Euro gefördert. Sie befassen sich mit Themen wie Umweltschutz, Demokratiestärkung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
So ist beispielsweise das Sozialteam der Realschule plus Bad Ems Nassau mit dem Projekt "Sozialteam – „Gemeinsam stark“ eine von Schülerinnen und Schülern geführte Initiative, die sich für eine offene und solidarische Schulgemeinschaft einsetzt. Unter der Leitung von zwei Schülerinnen aus der 9. Klasse und in Abstimmung mit einem Lehrer gestalten die Mitglieder soziale Projekte innerhalb der Schule, in Bad Ems und der Region.
Die Bastelbande möchte einen kostenlosen „Bastel-Club“ für Kinder aus Klein‑Winternheim und der Umgebung ins Leben rufen. Die wöchentlichen Treffen sollen im Jugendraum der Ortsgemeinde stattfinden und bis zu zwölf Teilnehmenden Platz bieten. Gemeinsam planen sie die Bastelprojekte und organisieren das benötigte Material, das im Jugendraum gelagert werden kann.
Das Jugendrotkreuz Asbach, eine Gruppe von Kindern zwischen 6 und 12 Jahren, gestaltet in der Adventszeit liebevolle Briefe und kleine Geschenke für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Asbach. Mit dem Projekt „Herzenspost“ möchten die Kinder Herzlichkeit, Zusammenhalt und Freude vermitteln und dabei Jung und Alt direkt miteinander in Kontakt bringen.
Der Jugend-Engagement-Wettbewerb ist aus dem Beteiligungsprojekt "jugendforum rlp" heraus entstanden, einer Gemeinschaftsinitiative der Bertelsmann Stiftung und der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Die Gewinnerprojekte sind automatisch für den Deutschen Engagementpreis nominiert und alle Bewerbungen wurden auch an den Bundeswettbewerb "Demokratisch Handeln" weitergeleitet.
Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie hier: zur Bildergalerie
Preistragende Jugend-Engagement-Wettbewerb 2025/26:
„Vielfalt, Toleranz, Respekt“ und „soziale Gerechtigkeit“
- Sozialteam der Realschule Plus Bad Ems Nassau mit "Sozialteam – „Gemeinsam stark“, Bad Ems
Das Sozialteam der Realschule plus Bad Ems Nassau ist eine von Schülerinnen und Schülern geführte Initiative, die sich für eine offene und solidarische Schulgemeinschaft einsetzt. Unter der Leitung von zwei Schülerinnen der 9. Klasse und in Abstimmung mit einem Lehrer gestalten die Mitglieder soziale Projekte innerhalb der Schule, in Bad Ems und der Region.
Zu den regelmäßigen Aktivitäten gehören u. a. die Unterstützung der Tafel Bad Ems, Besuche im Altenheim, Lesepatenschaften an der Grundschule sowie die Mitarbeit an städtischen Sozialprojekten.
- Toleranz-AG des Elisabeth-Langgässer-Gymnasiums Alzey mit "Migrationsgeschichten", Alzey
Die Toleranz-AG des Elisabeth-Langgässer-Gymnasiums in Alzey setzt sich für interkulturelles Verständnis ein und möchte die kulturelle Vielfalt der Schulgemeinschaft sichtbar machen. Im Rahmen eines Schulprojekts entsteht eine interaktive Weltkarte, auf der die Herkunftsregionen der Mitschülerinnen und Mitschüler dargestellt und durch persönliche Geschichten ergänzt werden sollen.
- Ruanda AG des Staatlichen Eifel-Gymnasiums Neuerburg mit "Youth for YOUth“, Neuerburg
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 des Staatlichen Eifel-Gymnasiums Neuerburg engagieren sich in der Ruanda-AG mit dem Projekt „Youth for YOUth – Zwischen Klischee und Realität in Ruanda“. Ziel ist es, Vorurteile und Stereotype über Afrika, insbesondere Ruanda, aufzudecken und gemeinsam zu hinterfragen. Im Projekt erfahren die Teilnehmenden, welche Vorstellungen über Ruanda existieren, vergleichen diese mit realen Informationen zu Umwelt, Wirtschaft, Alltag, Schule, Geschichte und Kultur und bearbeiten Aufgaben in Gruppen mit digitalen Medien und Videobotschaften von Partnerschülern aus Ruanda.
- Diffus mit „Diffus Rave“, Bad Kreuznach
Ein junges, ehrenamtlich organisiertes Team aus dem Raum Bad Kreuznach engagiert sich mit dem Projekt „Diffus“ für Toleranz, Offenheit und kulturelle Vielfalt. Ziel ist es, einen sicheren Begegnungsraum zu schaffen, in dem Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Orientierung zusammenkommen können.
Musik und Tanz dienen dabei als verbindendes Element: Die Veranstaltungen kombinieren kulturelle Angebote mit Partyformaten und fördern so Gemeinschaft, Akzeptanz und gegenseitigen Respekt – gerade in einer Region, in der rechtspopulistische Strömungen zunehmend präsent sind.
- JRK OV Asbach mit "Herzenspost“, Asbach
Das Jugendrotkreuz Asbach, eine Gruppe von Kindern zwischen 6 und 12 Jahren, gestaltet in der Adventszeit liebevolle Briefe und kleine Geschenke für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Asbach. Mit dem Projekt „Herzenspost – kleine Hände, großes Herz“ möchten die Kinder Herzlichkeit, Zusammenhalt und Freude vermitteln und dabei Jung und Alt direkt miteinander in Kontakt bringen.
- Max Slevogt Gymnasium Landau mit "Klischee - O- nee", Landau
Die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Max Slevogt Gymnasiums in Landau beschäftigt sich mit Klischees, die Menschen im Alltag in Schubladen stecken. Im Rahmen ihres Projekts nutzen sie das Lernspiel „UNO – du bist einzigartig“, um spielerisch Klischees aufzuspüren und deren Oberflächlichkeit aufzuzeigen. So sensibilisieren sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler für Vorurteile und fördern einen respektvollen Umgang miteinander.
- Villa Maria Billigheim Ingenheim/Montessori Schule Landau mit "Miteinander stark", Landau
Zwei Schülerinnen haben ein Projekt gestartet, um Kinder von suchtkranken Eltern sozial und emotional zu unterstützen. Ziel ist es, den Kindern Möglichkeiten zu geben, ihre Kindheit aktiv und kreativ zu erleben, Vertrauen aufzubauen und positive Erinnerungen zu schaffen. Im Rahmen des Projekts sind vielfältige Aktivitäten geplant, darunter Ausflüge in den Wald, thematische Kreativaktionen wie Malen auf großer Leinwand, kindgerechte Experimente und das gemeinsame Musizieren.
„Demokratie“ und „Partizipation/gesellschaftliche Teilhabe“
- Kolpingsfamilie Ramsen mit "Kolping OpenAir Theater", Ramsen
Das Kolpingtheater Ramsen besteht aus rund 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 13 und 31 Jahren, die jedes Jahr ein eigenes Theaterstück entwickeln und aufführen. Die Vorstellungen finden traditionell im Sommer auf der Kolpingwiese neben dem Pfarrheim statt. Besonders ist, dass alle Stücke von der Gruppe selbst geschrieben werden und auch Bühnenbau, Technik und Kostüme vollständig in Eigenleistung entstehen. Ziel ist es, das Publikum zu unterhalten und zugleich Denkanstöße zu geben.
- Jugendgruppe des Fördervereins Karlshausen mit "Dorfleben fördern- gemeinsam statt einsam", Karlshausen
Eine neue Gruppe von Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren aus Karlshausen (Eifelkreis Bitburg-Prüm) engagiert sich für das Dorfleben. Mithilfe des örtlichen Dorf-Fördervereins möchten sie gemeinsam Projekte umsetzen, die Gemeinschaft und Nachhaltigkeit fördern.
Geplant ist unter anderem die Einrichtung eines Bücherschranks oder der Anbau und die Pflege eines Hochbeets mit Pflanzen und Kräutern, das allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt.
- BBS Alice-Salomon-Schule Linz/Neuwied mit "Integration beginnt mit einem Lächeln, gemeinsam statt einsam“, Linz am Rhein
Im Rahmen eines Schulprojekts organisieren drei Schülerinnen der Alice-Salomon-Schule dreitägige Spieltage, die Begegnungen zwischen Jugendlichen und geflüchteten Kindern fördern sollen. Geplant sind gemeinsame Aktivitäten, wie Sportaktionen sowie kreative Nachmittage, um den Austausch zu erleichtern und ein angenehmes Miteinander zu ermöglichen. Das Projekt möchte zeigen, dass Integration im Alltag durch gemeinsames Erleben und gegenseitiges Kennenlernen unterstützt werden kann.
- Jugendforum Mainz mit "Mit Menschlichkeit gegen Einsamkeit", Mainz
Das Jugendforum Mainz, ein offenes Beteiligungsformat für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, startet ein neues Projekt zum Thema „Menschlichkeit“. Ziel ist es, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Sensibilität in der Sprache und das Thema Einsamkeit – sowohl im analogen als auch im digitalen Raum – zu beleuchten. Die Teilnehmenden erarbeiten die Themen, führen Gespräche mit Experten und Expertinnen und produzieren daraus mehrere Podcast-Folgen, die über Social-Media-Kanäle und die Website des Jugendforums veröffentlicht werden. Ergänzend sollen generationsübergreifende Events stattfinden, um über die Themen zu informieren und aktiv gegen Einsamkeit in der Gesellschaft zu wirken.
- Jugendparlament Worms mit "Jugend trifft Politik - Bei Pizza & Mocktails", Worms
Das 10. Jugendparlament der Stadt Worms plant zur Landtagswahl 2026 eine öffentliche Jugenddebatte mit allen Direktkandidatinnen und -kandidaten des Wahlkreises. Ziel ist es, Jugendliche zu politischer Teilhabe und Diskussion zu motivieren. Themen wie Bildung, Mobilität, Klimaschutz, Jugendräume und das Wahlalter 16 sollen im interaktiven Format offen behandelt werden. Die Veranstaltung wird durch Musik, selbst zubereitete Mocktails und Pizza begleitet, um eine jugendgerechte Atmosphäre zu schaffen.
„Bildung“ und „Leben und Lernen in der Schule“
- Schülervertretung der Georg-von-Neumayer Schule Kirchheimbolanden mit "Ausbau des Schülercafés“, Kirchheimbolanden
Die Schülervertretung der Georg-von-Neumayer-Schule plant, das Schülercafé der Schule gemütlicher und vielseitiger zu gestalten. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich Schülerinnen und Schüler gerne treffen und besondere Aktionen stattfinden können.
Geplant sind unter anderem eine von Schülern und Schülerinnen gestaltete Bildergalerie, ein Beamer für Filmabende und Präsentationen sowie eine Popcorn-Maschine für Veranstaltungen.
- Nahetal-Schule Idar-Oberstein mit "Wir sagen Danke!", Idar-Oberstein
Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b der Förderschule Idar-Oberstein haben im September zum zweiten Mal soziale Projekttage durchgeführt. Ziel war es, den Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft zu stärken und gegenseitige Wertschätzung zu fördern. Die Jugendlichen nahmen an Kooperationsspielen teil, die Teamgeist und Vertrauen stärken, und unternahmen einen gemeinsamen Ausflug in den Kletterwald. Ein besonderer Fokus lag darauf, Lehrkräften, Hausmeister, Schulsekretariat und Küchencrew für ihre Arbeit „Danke“ zu sagen. Die Projekttage zeigen, wie soziale Verantwortung und respektvolles Miteinander aktiv gefördert werden können.
- Kinder der Albert-Schweitzer-Grundschule Alzey mit "Podcast "Sag mal..." & "SpASS uff de Gass" - Kinderreporter unterwegs", Alzey
16 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen der Albert-Schweitzer-Grundschule Alzey haben einen Kinderpodcast gegründet. In regelmäßigen Treffen wollen sie als Kinderreporter Interviews führen, wichtige Themen, wie Kinderrechte, Natur und Schule besprechen und Erwachsenen ungewöhnliche Fragen stellen. Ziel ist es, die Meinungen von Kindern sichtbar zu machen, zum Mitreden zu motivieren und unterschiedliche Perspektiven in der Stadt aufzuzeigen.
- SV-AG Wiedtal-Gymnasium Neustadt (Wied) mit "EcoXcape - 60 Minuten für die Zukunft", Neustadt (Wied)
Zwei Schülerinnen der MSS 12 am Wiedtal-Gymnasium, haben das Projekt „EcoXcape – 60 Minuten für die Zukunft!“ entwickelt. In einem selbstgestalteten Escape Room lernen Kinder spielerisch, wie sie Tieren und Lebensräumen helfen können. Mit Aufgaben rund um Regenwald und Meere werden Teamgeist, Kommunikation und logisches Denken gefördert, während Wissen über Umwelt- und Naturschutz vermittelt wird.
- SFL Schloss Schule Ludwigshafenmit zwei Projekten:
"Schloss Talk – wir reden mit", Ludwigshafen
Die Klassen 9ab der SFL Schloss Schule Ludwigshafen organisieren im Fach „Demokratiebildung“ einen offenen „Schloss-Talk“ für die gesamte Schulgemeinschaft. Ziel ist es, aktuelle Themen, die die Schülerinnen und Schüler selbst vorschlagen, verständlich aufzubereiten und zu diskutieren – von Umweltthemen wie Plastik bis zu Chancen und Risiken des Internets. Der „Schloss-Talk“ soll den Austausch, das Mitdenken und die demokratische Beteiligung an der Schule fördern.
"Maker Lab – Schloss Talk", Ludwigshafen
Die Schüler und Schülerinnen des Projekts „Schloss Talk“ haben einen Maker-Raum eingerichtet, in dem sie Podcasts aufnehmen und gemeinsam kreativ arbeiten können. Ziel ist es, wöchentliche Podcasts über aktuelle Themen, Schulalltag und kulturelle Vielfalt zu produzieren, bei denen Schülerinnen und Schüler, Eltern und auch Großeltern zu Wort kommen und ihre Perspektiven teilen können.
„Freizeit“, „Medien“, „Generationendialog“ , „Computer. Internet, Handy“
- Jugendtreff Mörlheim mit "Jugend bewegt - Stadtteil lebt", Landau
Kinder und Jugendliche aus dem Landauer Stadtteil Mörlheim haben sich zusammengeschlossen, um einen eigenen Jugendtreff ins Leben zu rufen. Da es bislang kein entsprechendes Angebot im Ort gibt und städtische Mittel fehlen, organisieren die Jugendlichen das Projekt selbstständig.
Nach einer ersten Ideensammlung in der Ortsverwaltung – mit großer Beteiligung von Kindern, Eltern und Interessierten – stellte die Landjugend einen Raum zur Verfügung. Erste Ausstattungsgegenstände wie Kicker- und Billardtisch wurden bereits gespendet. Der Treff soll weiter eingerichtet werden, u. a. mit einem Basketballkorb.
- Bastelbande mit „Bastel-Club“, Klein-Winternheim
Die Bastelbande möchte einen kostenlosen Bastel-Club für Kinder aus Klein-Winternheim und der Umgebung ins Leben rufen. Die wöchentlichen Treffen sollen im Jugendraum der Ortsgemeinde stattfinden und bis zu zwölf Teilnehmenden Platz bieten. Unterstützt werden sie von einer Mutter, die die Aufsicht übernimmt. Gemeinsam planen sie die Bastelprojekte und organisieren das benötigte Material, das im Jugendraum gelagert werden kann.
- Evangelische Jugend Pfalz mit "Global Kids – Gemeinsam für unsere Kinderrechte", Kaiserslautern
Das Landesjugendpfarramt der Evangelischen Jugend Pfalz veranstaltete vom 7. bis 13. Juli 2025 die Kinderfreizeit „Global Kids“ im Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim. 61 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren wurden von elf ehrenamtlichen und drei hauptamtlichen Mitarbeitenden betreut.
Die Freizeit setzte sich intensiv mit dem Thema Kinderrechte auseinander. In vier Workshops lernten die Kinder unter anderem, wie wichtig ihre Stimme ist, erlebten Teamarbeit bei erlebnispädagogischen Spielen, gestalteten eigene „FreiZeitBoxen“ als Ausdruck ihres Wohlfühlraums und backten Plätzchen für den guten Zweck zugunsten eines Bildungsprojekts von „Brot für die Welt“ in Paraguay.
- Kerbejugend Harxheim mit “Kerbejugend Harxheim '25”, Harxheim
Die Harxheimer Kerbejugend, eine engagierte Jugendgruppe, die unter anderem die Kerb im Ort organisiert, hat im Rahmen ihres sozialen Projekts „Naturvernetzt“ ein Ackergrundstück neugestaltet. Dort entstanden ein Barfußpfad und ein Treffpunkt für alle Generationen, der zum Verweilen in der Natur einlädt. Der Platz bietet der Jugendgruppe im Sommer eine zusätzliche Möglichkeit, sich draußen zu treffen, Projekte umzusetzen und gemeinsam Zeit zu verbringen
- Deep Space Mainz mit "Open Arcade", Mainz
Die offene Digitalwerkstatt Deep Space Mainz bietet Jugendlichen die Möglichkeit, zu programmieren, zu tüfteln und eigene Projekte zu realisieren. Mit dem neuen Projekt „Open Arcade“ sollen Jugendliche selbst kreativ und technisch aktiv werden: Sie entwickeln und bauen eigene Arcade-Automaten, inklusive selbstgebauter Controller, LED-Beleuchtung und eigener Spiele.
Ziel ist es, eine vollständige, öffentlich zugängliche Bauanleitung zu erstellen, sodass auch andere Jugendzentren von dem Projekt profitieren können. Dabei erwerben die Jugendlichen neben technischen Fähigkeiten wie Programmierung und Elektronik auch Kompetenzen in Teamarbeit, kreativem Gestalten und kritischer Mediennutzung.
- Technik TaskForce, Willigis Gymnasium Mainz mit "Mainzer Hollywood", Mainz
Die Technik TaskForce des Bischöflichen Willigis-Gymnasiums Mainz ist eine engagierte Schülergruppe, die sich für Technik, Medienproduktion und kreative Projekte einsetzt. Innerhalb der Schule unterstützen sie Veranstaltungen mit Ton-, Licht- und Videotechnik und bringen ihr Know-how auch über die Schule hinaus ein, etwa durch Livestreams und Interviews.
Aktuell planen die Jugendlichen ihr eigenes Kurzfilmprojekt, in dem sie Themen wie Zukunft, Freundschaft und gesellschaftliches Engagement aufgreifen und ihre kreativen Ideen umsetzen möchten.
- "KI x Manderscheider Burgen - kulturelles Erbe digital erleben", Spangdahlem
Ein Schüler entwickelt einen KI-Chatbot für die Manderscheider Burgen, der Besucherfragen individuell beantwortet und das Kulturerlebnis erweitern soll. Ziel des Projekts ist es, Tradition mit moderner Technologie zu verbinden, Wissen barrierefrei zugänglich zu machen und insbesondere junge sowie ältere Besucher für die Chancen von Künstlicher Intelligenz zu sensibilisieren
„Umwelt und Nachhaltigkeit und Gesundheit“
- Alevitische Gemeinde und Kulturzentrum Rhein-Neckar-Kreis e.V. mit "Unser Baum für Frieden und Naturschutz", Ludwigshafen
Mit dem „Baum des Friedens und Umweltschutzes“ setzt der Verein Alevitische Gemeinde und Kulturzentrum Rhein-Neckar-Kreis e.V. ein sichtbares Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und den Schutz unserer Umwelt – über Herkunft, Religion und Weltanschauung hinaus. Ein neuer Baum soll gepflanzt und gepflegt werden
- BBS Alice-Salomon-Schule Linz/Neuwied mit "Überschwemmung vorbeugen", Linz am Rhein
Im Rahmen eines Schulprojekts organisieren zwei Schülerinnen der Alice-Salomon-Schule ein Begrünungsprojekt, um Überschwemmungen durch starke Regenfälle vorzubeugen. Durch das Anpflanzen von Sträuchern, Bäumen und weiteren Pflanzen sollen Wasseraufnahme und Bodenqualität verbessert sowie zusätzliche Lebensräume für Insekten geschaffen werden.
- Naturschutzjugend Rheinland-Pfalz mit "Raus aus dem Gedankenkarussell", Mainz
Eine Gruppe junger Menschen aus der Naturschutzjugend Rheinland-Pfalz setzt sich mit einem neuen Projekt für mehr Aufmerksamkeit und Sensibilität gegenüber psychischen Erkrankungen ein. Ziel ist es, das teils tabuisierte Thema Mental Health stärker ins Bewusstsein zu rücken und über Ursachen wie Stress, hohe Leistungsanforderungen und die negativen Einflüsse sozialer Medien aufzuklären.
- Bennis Waldschützer*innen 3.0 mit „Regenwaldaktionstage und Schoki-Spendenprojekt“, Neustadt (Wied)
Die Nachhaltigkeits-AG „Bennis Waldschützer*innen 3.0“ des Wiedtal-Gymnasiums organisiert regelmäßig Aktionstage zum Thema Regenwald- und Klimaschutz. An 33 Mitmachstationen lernen die Teilnehmenden alles über die Bedeutung, Bedrohung und Rettung der Regenwälder sowie über Möglichkeiten, durch eigenes Konsumverhalten aktiv zu werden.
Begleitend organisieren die Schüler und Schülerinnen eine Spendenaktion mit Fairer Bio-Schokolade der Stiftung „Plant for the Planet“, um das Engagement für Regenwald, Klima- und Fairen Handel nachhaltig zu fördern. Die nächsten Aktionstage sind bereits für Juni 2026 und 2027 geplant.
- Altglas-Express mit „Altglas-Express“, Krähenberg
Der Krähenberger Altglas-Express besteht aus elf Kindern und Jugendlichen, die seit 2019 regelmäßig Altglas im Dorf sammeln. Mit ihren monatlichen Sammelaktionen ersparen sie den Dorfbewohnern und Dorfbewohnerinnen den Weg zu den Glascontainern. Das dabei gesammelte Taschengeld spenden sie an soziale und tierische Projekte. Mit ihrem Engagement möchten sie anderen Jugendlichen ein Vorbild sein und gleichzeitig älteren Menschen im Dorf helfen.
- Mainz nachhaltig verbinden e.V. mit "Stadtgefühle – Das Zukunftsfest“, Mainz
Das Planungsteam von „Stadtgefühle – Das Zukunftsfest“ engagiert sich für eine nachhaltige Zukunft in Mainz. Das mehrtägige Fest bietet Workshops, Vorträge und interaktive Kulturangebote, bei denen Bürgerinnen und Bürger sich über Klimaschutz, nachhaltige Mobilität und zukunftsfähige Stadtgestaltung informieren und aktiv werden können. Besucher und Besucherinnen hätten zudem die Möglichkeit, ihre Wünsche an die Stadt weiterzugeben und so direkt Einfluss auf die Zukunft ihrer Stadt zu nehmen.
Preisverleihung Jugend-Engagement-Wettbewerb 2025/2026
© Staatskanzlei RLP / Schäfer

Bilder der Preisverleihung finden Sie in unserer Galerie.
Jugend-Engagement-Wettbewerb
„Sich einmischen – was bewegen“
© Staatskanzlei RLP/beta - Die Beteiligungsagentur

Der Jugend-Engagement-Wettbewerb “Sich einmischen - was bewegen” ist aus dem Beteiligungsprojekt “jugendforum RLP” hervorgegangen, einer Gemeinschaftsinitiative der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und der Bertelsmann Stiftung. Teilnehmen können Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Alter von einschließlich 27 Jahren als Teams, wie zum Beispiel Schulklassen, Jugendgruppen aus Kirchengemeinden oder Gewerkschaften sowie Schul-AGs, die ein gutes Projekt haben, das von den Jugendlichen selbst geleitet und innerhalb eines Jahres umgesetzt werden kann oder bei dem die langfristige Nachhaltigkeit des Projekts ersichtlich ist.
Eine von Ministerpräsident Alexander Schweitzer berufene Jury, die zur Hälfte aus jungen Erwachsenen besteht, wählt aus allen Einsendungen die preiswürdigen Projekte aus.


